VereinsVorgabeMeisterschaften 2015

Jugend-Spielerin Pia Scheibe sichert sich den Siegerpokal.
Zum Abschluss der Saison stand auch in diesem Jahr für die Tischtennisspielerinnen und -spieler der Titelkampf um die VereinsVorgabeMeisterschaft auf dem Programm. Bei einem Teilnehmerfeld von 13 Akteuren, sollte sich diese Zahl am Ende für den Einen als Glückszahl und für den Anderen als Unglückszahl herausstellen. Spielberechtigt waren all in den Damen- und Herrenmannschaften zum Spielbetrieb gemeldeten Spielerinnen und Spieler (auch JES), sowie Tischtennis spielende Vereinsmitglieder, die nicht für die SG Solschen an den Tisch gehen.
Sieben Spielrunden wurden angesetzt, um den Nachfolger für den Vorjahresgewinner Jan Böker, der leider in diesem Jahr nicht teilnehmen konnte, zu ermitteln. Das erneut zur Anwendung gebrachte Vorgabesystem, dass auch schwächeren Spielern die Möglichkeit bietet gegen stärkere Spieler zu gewinnen, brachte teilweise einige überraschende Spielausgänge zu Tage. Je nach dem aktuell gültigen Q-TTR-Bilanzwert mussten teilweise enorme Rückstände aufgeholt werden, was nicht immer gelang. Bei einem größtmöglichen Rückstand von -1:7 Bällen haben sogar Spieler aus der stärksten Mannschaft am Ende das Nachsehen gegen Spieler der unteren Mannschaften gehabt. In der letzten Spielrunde gab es dann tatsächlich das alles entscheidende Spiel um den Titel. In der Partie Pia Scheibe vs. Bernd Lyzio standen sich diejenigen Akteure gegenüber, die mit einem Sieg den Pokalgewinn unter Dach und Fach bringen konnten. Mit einer konzentrierten Leistung gelang es hier tatsächlich unserer jüngsten Teilnehmerin, die in der Saison für die 2. Damen als Jugendersatzspielerin gespielt hat, ihren Gegenüber mit 2:0 Sätzen zu bezwingen und somit Titelträgerin 2015 zu werden. Pia darf jetzt ein Jahr lang auf den Wander-Pokal aufpassen und sich mit ihrem Namen in der Siegerliste eintragen. Durch die 0:2-Niederlage rutschte Bernd nun noch auf den dritten Platz zurück, da, aufgrund des knapp besseren Satzverhältnisses, Lea Hirschbach als Zweitplatzierte das Turnier beendete. Mit der gleichen Anzahl an gewonnenen Spielen belegt Volker Rack den vierten Platz nur deswegen, weil seine Satzbilanz ein wenig schlechter gewesen ist. Vervollständigt wird das Ranking mit vier Spielern, die vier Siege einfahren konnten, zwei Spielern mit drei Siegen und drei Spielern, die immerhin noch zwei Spiele gewonnen haben. Es musste also niemand ohne Erfolgserlebnis den Tisch verlassen.
Mit den sieben Spielen in der Einzelkonkurrenz war aber noch lange nicht Schluss; anschließend wurde in der Doppelkonkurrenz um den Gedächtnispokal zu Ehren unseres leider verstorbenen ehemaligen Mitspielers Jürgen Weidmann gekämpft. Entsprechend der Regularien erfolgte die Zusammenstellung der Doppel in der Weise, dass sich der Letztplatzierte der Einzelkonkurrenz seinen Doppelpartner aussuchen konnte, danach der Zweitletzte, dann der Drittletzte usw.
In zwei Gruppen mit jeweils drei Doppelpaaren wurde im Modus "Jeder-gegen-Jeden" gespielt und die beiden besten Paare je Gruppe mussten sich dann in Überkreuzspielen dem Gegner der anderen Gruppe stellen. Hier konnten sich dann überraschenderweise in beiden Halbfinalspielen die Gruppenzweiten gegen den Sieger der anderen Gruppe durchsetzen, so dass am Ende das Finale Maik Buchholz/Henning Nothnagel vs. Nele Burgdorf/Guido Samel lautete. Spannende Ballwechsel mit sehenswerten Schlägen spiegeln die Dramatik dieses Finales wider. Auch wenn sich am Ende Nele/Guido mit 2:0 Sätzen als Sieger feiern lassen konnten, war er trotz des "zu Null"-Ergebnisses ein knappes Spiel.
Neben den siegreichen Spielern erhielten auch der letztplatzierte Spieler, schlechtplatzierteste Dame und die beste Jugendliche eine besondere Ehrung.

(v.l.) Lea Hirschbach (Platz 2), Pia Scheibe (Platz 1 und Ehrenpreis Jugend), Guido Samel (Doppel-Sieger),
Nele Burgdorf (Doppel-Siegerin und Ehrenpreis Damen), Peter Burgdorf (Ehrenpreis Herren), Bernd Lyzio (Platz 3)